20 Jahre AWO Kinderhaus „Kleiner Stern“ im Röthelheimpark

Kaum Ausfälle in den Betreuungszeiten durch erfolgreiche Kooperation mit Uni und Uniklinikum

Erlangen – Das AWO Kinderhaus „Kleiner Stern“ feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Seit der Eröffnung im Jahr 2006 hat sich die Einrichtung von einer Gruppe zu einem großen Kinderhaus mit acht Gruppen entwickelt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden rund 2.000 Kinder im „Kleinen Stern“ betreut, begleitet und in ihrer Entwicklung unterstützt.

Claudia Morgenstern, Leitung des Kinderhauses und AWO Vorsitzender Christian Pech weisen in ihren Reden auf die enge Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Uniklinikum Erlangen hin, die ein zentraler Erfolgsfaktor der Einrichtung ist. Gemeinsam unterstützen die Partner seit 20 Jahren Familien bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch die Kooperationspartner selbst heben die langjährige Zusammenarbeit hervor: „Wir gratulieren dem Kinderhaus ‚Kleiner Stern‘ und seiner Leiterin Claudia Morgenstern ganz herzlich und sind stolz, dass die FAU und das Uniklinikum den Kleinen Stern ab der ersten Stunde begleiten durften. Wir freuen uns auf eine weiterhin so gute und konstruktive Zusammenarbeit“, betonten in diesem Zusammenhang die Vertreter*innen von FAU und Uniklinikum, Heidrun Stollberg, Christian Müller-Thomas und Marlene Hayn.

Über Kontingente stehen derzeit zahlreiche Betreuungsplätze für Kinder von Beschäftigten der Universität und des Uniklinikums zur Verfügung. Seit rund zwei Jahren finanzieren Universität und Uniklinikum zusätzliches pädagogisches Personal in der Einrichtung. Dadurch verbessert sich der Betreuungsschlüssel deutlich und ermöglicht eine qualitativ hochwertige, achtsame und bedürfnisorientierte Pädagogik. Für Eltern und die Arbeitgeber bedeutet dies mehr Verlässlichkeit im Alltag, da es kaum mehr Ausfälle in der Betreuung gibt und somit die Eltern und Arbeitsgeber keine Ausfälle am Arbeitsplatz haben.

 

Gruppenfoto v.l.n.r: Christian Pech, Claudia Morgenstern (beide AWO), Heidrun Stollberg, Christian Müller-Thomas (beide Universität), Marlene Hayn (Uniklinikum)

Gleichzeitig macht die AWO aber auf strukturelle Herausforderungen aufmerksam. Der derzeit durch den Freistaat Bayern gesetzlich vorgesehene Personalschlüssel reiche nicht aus, um dauerhaft gute pädagogische Arbeit und verlässliche Arbeit sicherzustellen. Die zusätzliche Finanzierung durch die Kooperationspartner gleiche derzeit eine Lücke aus, die eigentlich durch eine ausreichende öffentliche Finanzierung geschlossen werden müsste.

„Die Verbesserungen zeigen, wie sehr Kinder, Familien und Mitarbeitende und Arbeitgeber von besseren Rahmenbedingungen profitieren“, betont Morgenstern, die Leitung des Kinderhauses. „Ein solcher Personalschlüssel sollte die Regel in allen Kitas sein – nicht die Ausnahme.“

Das AWO Kinderhaus Kleiner Stern blickt dennoch mit Zuversicht auf die kommenden Jahre. Gemeinsam mit der AWO als Träger, den Familien sowie den Partnern aus Universität und Uniklinikum möchten die Verantwortlichen der Einrichtung weiterhin dafür arbeiten, dass Kinder in Erlangen bestmögliche Bildungs- und Entwicklungsbedingungen erhalten.

AWO-Vorsitzender Christian Pech bedankt sich beim pädagogischen Team des Kinderhauses und vor allem bei Claudia Morgenstern, die seit 20 Jahren das Kinderhaus leitet: „Diese Kontinuität in der Leitung ist alles andere als selbstverständlich – und sie ist ein großer Schatz für die gesamte Einrichtung und auch für uns als Träger.“